über mich

Mein Name ist Heidi Kaiser und meine Herzensaufgabe ist es Frauen auf ihrem Weg zu begleiten – bei Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt und Mama Sein.

Ich unterstütze und begleite dich auf dem Weg zu dir selbst, in deine Kraft und Intuition. Diese Kraft, die jede Frau von uns in sich hat, darf wieder entdeckt und gelebt werden.

Wieso interessiert mich das Thema Geburt & Mama-Sein?

Ich bin Mama von 2 Jungs und ich bin – und das sicher – aus tiefstem Herzen und mit voller Überzeugung und wie mein Ehemann immer sagt: Nicht wie 99% der Gesellschaft. Ich hinterfrage Vieles, eigentlich fast Alles und ich mache Nichts, “weil man es halt so macht”. Ich bin ein Bauch-/Gefühlsmensch, folge meiner Intuition und gebe niemals auf, bis ich es so erreicht habe, dass es sich richtig und gut anfühlt.

Das war nicht immer so, denn auch mein Leben war geprägt von Herausforderungen, vielen Höhen und Tiefen, fehlendem Vertrauen und Selbstzweifel. In meiner Tätigkeit als diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester war ich glücklich aber nicht vollkommen und erfüllt.

Meine selbstbestimmten, friedlichen und angstfreien Geburten haben mein Leben neu geordnet. Ich durfte einen neuen Lebensabschnitt betreten, in dem mein wahres Potential sich zu entfalten begann und ich konnte immer mehr meine eigene Wahrheit leben und nach Außen tragen. Lies weiter unten über meine außergewöhnlichen Geburtserfahrungen, meinen Weg mit einer Alleingeburt und Tandemstillen. Sicherlich war es nicht immer leicht, aber heute bin ich sehr dankbar für alles was ich erleben und lernen durfte, denn es hat mich zu der Person gemacht, die ich heute bin. Ich darf meine Wahrheit leben und dir mein ganzes Wissen um Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt, Elternschaft und das Leben weitergeben. Mein ganzes Wissen und das “best-of” aus unterschiedlichen Bereichen sind in meiner eigenen Methode dem “Kaiser Prinzip” aufgegangen. Ich fühle mich angekommen in mir und bin glücklich und dankbar und unglaublich stolz darauf, dass Frauen mit dem “Kaiser Prinzip” die Möglichkeit haben, im Bewusstsein ihrer weiblichen  Kraft und Intuition und in Verbindung mit ihrem Kind selbstbestimmt die Geburt zu gestalten.

Wann möchtest du den Grundstein für dein Leben als Mama und das Leben deines Kindes legen? Wann möchtest du dich mit deinen Themen, Ängsten und Wünschen auseinandersetzen? Wann erlaubst du dir in deine Kraft, in deine Schöpferkraft zu kommen?

Komm mit mir auf deine Reise. Erschaffe dir in Liebe und Vertrauen deine Traumgeburt, wie du sie dir vorstellst.

Mein Werdegang

2020 Spirit of Birth Begleiterin (SitaMa Zentrum, Schweiz)

2016 Zertifizierte Kangatrainerin (Kangatraining – Nicole Pascher, Wien)

2015 Zertifizierte HypnoBirthing-Kursleiterin (HypnoBirthing Gesellschaft Europa)

2014 Zertifikat für geistiges Heilen – Aura-Technik und energetische Aura-Chirurgie                       (Kitz Vital, Tirol)

2013 Case and Care Managerin / Überleitungspflege

2001 Diplom für Gesundheits- und Krankenpflege

Der Ruf meiner inneren Stimme

Vor ein paar Jahren hätte ich niemals gedacht, dass ich eine so kraftvolle Mama sein werde, so wie ich sie heute bin. Ich bin meinem Beruf nachgegangen und irgendwann haben mein Ehemann und ich beschlossen eine Familie zu gründen, doch so einfach funktionierte es nicht, wie ich es geplant hatte. Ich durfte noch einige Stationen von Höhen und Tiefen erleben, bevor ich schwanger wurde. Dieser Lernprozess hat meine Einstellung grundlegend verändert, vom Workaholic zum Familienmenschen. Nachdem ich die Pille abgesetzt habe, wartete ich 8 lange Monate vergeblich, auf meine Monatsblutung. Der Gynäkologe hat mir erneut die Pille verschreiben wollen, damit die Blutung einsetzt, danach mit Hormonen behandeln.

Ich wählte einen anderen Weg und ging zur Akupunktur – kaum zu glauben, aber schon nach der ersten Behandlung kam meine Menstruationsblutung. 

Ich ging weiterhin zur Akupunktur, da mein Körper absolut aus dem Gleichgewicht geraten war. Es hat sich alles um die Arbeit gedreht, wo war ich, wo bin ich geblieben, ich habe mich komplett vergessen. Ich lernte was mir wirklich wichtig ist und habe den Zugang zu meinem Körper und das Vertrauen in mein Körpergefühl zurückgewonnen – Stück für Stück holte ich es mir zurück. Die Temperaturmethode hat mich beim Erkennen des Eisprungs sehr unterstützt. Mein Zyklus war unregelmäßig, doch das störte mich nicht. Natürlich hat es auch Tage gegeben, die weniger motivierend waren, denn ich wollte unbedingt ein Kind und so richtete sich unser Liebesleben nach dem Eisprung. Ich durfte erkennen, dass der Druck es nicht besser machte und so ließen wir es auf uns zu kommen und hatten einfach Spaß.

Anfang des Jahres 2014 wurde mir bei einer erneuten gynäkologischen Kontrolle der Boden unter meinen Füßen weggerissen. Ich erhielt die ernüchternde Diagnose, dass ein Eileiter zu ist und ich nicht auf natürlichem Wege schwanger werden kann. Meine Welt brach zusammen. Ich kinderlos, unvorstellbar. Mir wurde eine Bauch- und Gebärmutterspiegelung empfohlen, damit unter anderem auch eine Endometriose ausgeschlossen werden kann. Ich und Endometriose, dieser Gedanke fand in meinem Kopf gar keinen Platz. Ich wollte unbedingt ein Kind und so unterschrieb ich in meiner Verzweiflung eine Woche später die Operationsaufklärung. Auf dem Weg nach Hause fühlte ich in mich hinein und hörte meine innere Stimme, die sich so extrem gegen diesen Schritt wehrte.

Ich rief meine Cousine an und fragte sie, ob sie mir aura-chirurgisch meine Eileiter spülen könnte, sie willigte ein und wenige Tage später wurde der „Eingriff” vorgenommen. Aura-Chirurgie ist die Chirurgie im feinstofflichen Körper d. h. im Energiefeld des Körpers. Die Worte meiner Cousine werde ich nie vergessen: „Darf nicht auch ein Eileiter mal verschnupft sein.“

Ein paar Tage danach habe ich erneut mit dem Gynäkologen Kontakt aufgenommen und ihn gebeten, erneut einen Ultraschall zu machen, denn ich war mir sicher, dass ich diese Operation nicht benötigte. Wenige Tage vor dem geplanten Eingriff im Krankenhaus wurde der Ultraschall gemacht, der vorherige Befund konnte nicht mehr bestätigt werden. Ein Ei reifte heran, es befand sich sozusagen in den Startlöchern – unser kleiner Schatz Quirin. Der geplante Eingriff wurde abgesagt. Ich bin so dankbar, dass ich meiner inneren Stimme gefolgt bin.

Am 6.3.2014, 3 Tage vor dem Geburtstag meines Ehemannes, habe ich während mein Ehemann und ich miteinander schliefen, ein wunderbares, weißes Licht im Raum gesehen. Ich spürte eine tiefe, innige Liebe, es war alles anders und ich wusste, dass dies der Moment der Empfängnis war. Es war der Anfang der wohl wunderschönsten Reise.

Die Schwangerschaft und Geburt von Quirin

Die Schwangerschaft war der Anfang einer Reise, die mein Leben in eine neue Richtung lenkte. Quirin war und ist mir ein großartiger Begleiter, der mir hilft auf meine Intuition zu hören und dadurch öffnen sich immer wieder neue Türen.

Die Schwangerschaft verlief wunderbar, ich war schwanger und nicht krank. Woche für Woche schrieb ich die Veränderungen und meine Gefühle auf. Ich bin zu den regelmäßigen, gynäkologischen Kontrollen gegangen, ohne großartig darüber nachzudenken, denn ich wusste es einfach nicht besser. Ich machte brav die Nackenfaltenmessung und das Organscreening. Beim Organscreening wurde mir gesagt, dass die Harnblase vergrößert ist und dies auch ein Zeichen für eine Behinderung sein könnte. Uns wurden weitere Untersuchungen nahegelegt, die ich dankend ablehnte.

Mein Bauchgefühl sagte mir, dass alles in Ordnung ist, unserem Baby geht es gut – darf ein Ungeborenes keine volle Blase haben?

Warum erzähle ich dir das: Ich wünsche mir einfach von Herzen, dass Frauen ihre Schwangerschaft und Geburt in Liebe erleben dürfen. Angst hat in dieser wundervollen Zeit keinen Platz und keine Technik, kein Gerät auf dieser Welt ersetzt unsere innere Stimme. Alle Emotionen, alle Gedanken und Ängste, die wir als werdende Mama erfahren, gehen zu unserem Baby über. Ich wünsche mir einen liebevollen Umgang und Respekt. Setz dich für dich und dein Baby ein. Du hast das Recht, selbst zu entscheiden, wo, wie und mit wem du die Zeit der Schwangerschaft und die Erfahrung der Geburt teilen möchtest.

Quirins wunderschöne Geburtsreise:

Am Montag, den 17.11.2014 ging ich mit einer lieben Freundin noch eine Runde spazieren, wir hatten beide das Gefühl, dass wir uns heute das letzte Mal “kugelrund” treffen werden.

In der Nacht auf Dienstag, um 3:43 Uhr bin ich mit Rücken- /Kreuzbeinbeschwerden wach geworden, ich ging auf die Toilette und legte mich wieder ins Bett. Ich träumte komische Dinge und wurde wieder wach. Ich setzte mich an den Esstisch und hörte mir die Regenbogenentspannung an und übte die Ruhe- und Wellenatmung. Ich konnte die Wellen so wunderbar veratmen, dass ich nicht sicher war, ob dies nun der Geburtsbeginn ist oder nicht.

Ich legte mich um 5:00 Uhr in die Badewanne um zu schauen, ob die Wellen weniger werden oder an Intensität zu legen. Es waren Kreuzbeinbeschwerden, sie gingen und kamen, als Geburtswellen habe ich sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht wahrgenommen. Um 6:00 Uhr musste ich erbrechen und es löste sich der Schleimpfropf. Jetzt wusste ich, dass die Reise gestartet hatte. Ich weckte um kurz nach 6:00 Uhr meinen Ehemann mit den Worten, dass er jetzt aufstehen sollte, dieser meinte nur, dass er heute länger schlafen darf und nicht so früh in die Arbeit müsse – ich gab ihm dann doch zu verstehen, dass sich unser Baby auf den Weg macht. Er ging noch unter die Dusche während ich versuchte meine Antithrombosestrümpfe anzuziehen, 3 Wellen und an hatte ich sie. Um 7:00 Uhr sind wir bei Schneefall losgefahren, und viele andere auch in die Arbeit – Wellen alle 7 Minuten, auf der Autobahn alle 4 bis 2 Minuten – rechts überholen kann in diesem Fall sehr hilfreich sein. Ich atmete und visualisierte mir eine öffnende Blüte (hilfreich für die Eröffnung des Muttermundes).

Wir sind um 7:30 Uhr im Krankenhaus angekommen, der Muttermund war bereits komplett geöffnet, der Kopf war jedoch noch nicht im Becken. Nach der CTG-Kontrolle stellte ich mich im Kreißsaal an die Sprossenwand, ich hatte ständig das Gefühl in aufrechter Position zu bleiben. Die Hebamme riet mir auf die Toilette zu gehen, ich wusste nicht wofür dies gut sein sollte, denn ich verspürte keinen Harndrang. Heute weiß ich, wie wichtig es ist zu trinken und auf die Toilette zu gehen. Auf der Toilette ist ein Teil des Fruchtwassers ausgetreten und ich dachte der Kopf wäre bereits unten. Ich war überzeugt, dass ich es nicht mehr in den Kreißsaal schaffe und unser Kind auf der Toilette bekomme. Die Hebamme überredete mich in den Kreißsaal zurückzugehen und ich legte mich für 2 Wellen in Seitenlage und siehe da, der Kopf rutschte mit einem „Blop“ ins Becken.

Ich verspürte nun einen starken Drang nach unten. Ich wechselte in den 4-Füßlerstand. Es waren unglaubliche 4 Wellen und da war er, der wohl unglaublichste Moment in unserem Leben. Unser Baby surfte mit dem restlichen Fruchtwasser ins Leben.

Der Meilenstein wurde gelegt, Quirin hat Wunderbares in Bewegung gesetzt.

Die Schwangerschaft und ungeplante Alleingeburt von Vincent

Vor der 2. Schwangerschaft wusste ich genau, wie die Schwangerschaft und die gynäkologische Begleitung ausschauen wird. Ich bin erst in der 13. Schwangerschaftswoche zum Arzt gegangen, ich wollte auf unnötige Untersuchungen verzichten. Da mein Gynäkologe mich nicht nach meinen Vorstellungen begleiten wollte, habe ich zu einer Gynäkologin gewechselt. Es war eine unglaublich entspannte Schwangerschaft – ich wusste was ich will, ich war so sicher und dieser Weg fühlte sich so richtig an. Gleich zu Beginn der Schwangerschaft machte ich mich auf die Suche nach einer Hebamme. Ich wollte unser Kind zuhause bekommen, in angenehmer Atmosphäre, ohne die medizinische Überwachung. Mein Körper soll die Zeit bekommen, die er benötigt und er darf seinem Rhythmus und Tempo folgen.

Die Hebamme war ca. 3 Wochen vor errechneten Termin noch einmal bei uns. Wir haben über unsere Geburtswünsche gesprochen und die Ängste von meinem Ehemann gelöst.

Am 24.4. verspürte ich einen leichten Druck nach unten und ein leichtes Ziehen im Rücken (Kreuzbeinbereich). Ich dachte sofort an Übungswellen (Senkwehen), unregelmäßig und sie folgten keinem bestimmten Muster.

Am 25.4. spürte ich immer wieder ein leichtes Ziehen im Kreuzbeinbereich und einen leichten Druck nach unten. Das mag jetzt seltsam klingen, aber der Geruch der Geburt war in meiner Nase. Ich habe immer wieder meine Traumgeburt visualisiert und wie so oft auch an diesem Abend vor dem Einschlafen positive Geburtsberichte, hauptsächlich Alleingeburten gelesen. Sie haben mein Vertrauen in mich, meinen Körper und unser Kind gestärkt. Von 25.4. auf 26.4. haben wir alle wunderbar geschlafen.

Am 26.4. hatte ich den letzten Kontrolltermin bei der Gynäkologin, den ich aber nicht mehr wahrnehmen wollte und so sprach ich in den frühen Morgenstunden mit dem Bauchbewohner, dass er sich bitte etwas einfallen lässt. Es sollte zum Wohlergehen aller Beteiligten sein. Gesagt, getan – morgens beim Toilettengang, sichtbarer leichter, schleimig-blutiger Ausfluss. Ich hab den Termin bei der Gynäkologin abgesagt und hab die Hebamme informiert, dass ich glaube, dass sie sich für den nächsten Tag bereithalten kann, denn heute wird die Geburt nicht sein, da sie Nachtdienst hat und mein Ehemann auf ein Metallica Konzert geht. Am Vormittag bin ich mit unserem Sohn Quirin zum Reifenwechsel in die Werkstatt gefahren, am Nachmittag waren wir am Spielplatz und beim Nachbarn auf dem Bauernhof das neugeborene Fohlen anschauen. Ich war den ganzen Tag in Bewegung, ich spürte selten Übungswellen und wenn dann nur ganz leicht. Um 17:00 ist mein Ehemann nach Hause gekommen, hab ihn beruhigt, dass alles unverändert ist und er ruhig zum Konzert fahren kann. Mein Vater hat mich gegen 19:00 angerufen und gescherzt ob ich denn schon in den Wehen liege, ich habe gelacht und gesagt, dass ich da sicherlich Zeit hätte zu telefonieren. Nach dem Telefonat hab ich Quirin noch eine Geschichte vorgelesen und ins Bett gebracht. Mein Ehemann hat um 20:00 vor Konzertbeginn noch einmal angerufen, ob sich etwas verändert hat. Ich konnte ihn beruhigen, dass ich ab und zu Wellen spüre, nicht aufregend. Anschließend habe ich mich mit der Regenbogenentspannung in die Badewanne gelegt. Das Ziehen im Kreuzbeinbereich wurde weniger und ich dachte, dass ich mit jeder Übungswelle die Wellenatmung gut üben kann und sich unser Kind tiefer nach unten bewegt und die Geburt damit positiv beeinflusst wird. Gegen 21:00 wollte Quirin noch ein Wasser trinken, ich hab mich kurz zu ihm ins Bett gelegt und überlegt, was ich machen würde, wenn dies der Geburtsbeginn wäre. Ich habe den Gedanken gleich wieder verworfen, da ich dachte, unser Schatz kommt sicher nicht an diesem Abend. 

Um ca. 21:15 verspürte ich plötzlich ein Ziehen im Kreuzbeinbereich, Wellen ohne Pausen. Während ich die Welle veratmete, habe ich mich intuitiv an den Türrahmen gehängt – so konnte ich mich oben anspannen und unten loslassen. Ich ging kurz auf die Toilette und danach ins Bad, wo wieder Wellen ohne Pausen folgten. Ich lehnte mich auf das Waschbecken und plötzlich hatte ich den Schleimpfropf in der Hand. Ich dachte, ich könnte jetzt davon ein Foto machen, doch dazu kam es nicht mehr, denn es folgte eine erneute Welle. Ich drehte mich um, kniete mich auf den Boden vor der Badewanne und hielt mich links an der Türe am Handtuchhalter fest. Ich veratmete die Wellen und es machte Platsch, die Fruchtblase hat sich geöffnet und ein kleiner Schwall kam. Diese Kraft, die sogenannte Urkraft kam zum Vorschein. Es war mir bis zu diesem Zeitpunkt noch immer nicht bewusst, dass ich mitten im Geburtsverlauf bin, dass ich bereits in der sogenannten Übergangsphase bin. Die Eröffnungsphase hab ich mehr oder weniger komplett übersehen. Es ging mir der Satz von der Regenbogenentspannung durch den Kopf „du weißt, dass Geburt ein natürlicher Vorgang ist“ und mit der nächsten Welle spürte ich, dass der Kopf sich nach unten bewegt und einen Druck nach unten/Pressdrang. Erst jetzt war mir klar, dass ich gleich unser Baby im Arm halten werde. Der Kopf kam mit der Welle, ich habe ihn mit der Hand noch ein bisschen zurückgehalten. Ich hab gedacht nur nicht pressen, warte auf die nächste Welle, der Körper macht das von ganz allein und mit der nächsten Welle kam der Kopf. Ich spürte deutlich wie das Baby sich leicht drehte und kurz darauf mit der nächsten Welle kam der restliche Körper mit Fruchtwasser. Es war ein magischer Moment und eine unglaubliche Erfahrung. Es war so einfach, ich war absolut entspannt, in Trance und doch total klar. Die Geburtsphase war absolut schmerzfrei. Ich war in einer anderen Welt, aber doch hier, dieses Vertrauen in mich und meinen Körper, unfassbar. Unser Sohn wurde um 21:40 geboren.

Ich hab mich auf den Boden gesetzt, unseren Schatz angeschaut und gesagt, dass dies so nicht ausgemacht war (oder vielleicht doch?). Ich war so berührt und so dankbar. Ich kam vom Staunen nicht mehr raus. Er sah so perfekt und so entspannt aus. Welch ein Moment voller Liebe und Gefühle, die man nicht beschreiben kann. Der kleine Mann hat gleich problemlos an der Brust getrunken. Mein Ehemann schrieb mir, dass das Konzert der Hammer ist und ich habe ihm dann ein Bild gesendet und ihn gebeten nicht umzufallen, wenn er das jetzt liest. Er hat sich gleich auf den Heimweg gemacht – wir haben die ganze Autofahrt miteinander telefoniert. Eine Stunde nach der Geburt wurde die Plazenta problemlos geboren. Ich hab sie auf Vollständigkeit überprüft, soweit ich es beurteilen konnte. Um ca. 00:00 Uhr kam mein Ehemann, er machte das Bad sauber und wir legten die Plazenta in eine Schüssel, wir wollten mit dem Durchtrennen der Nabelschnur noch warten. Es war nicht einfach, das Baby und die Plazenta zu tragen. Wir beschlossen die Nabelschnur zu durchtrennen, sie war längst auspulsiert – unser Baby hat alles erhalten, was ihm zusteht. Mein Ehemann durchschnitt die Nabelschnur mit der Schere aus der Küche. Er nahm den Kleinen auf den Arm und ich duschte. Um 00:30 Uhr kam Quirin ins Bad und fragte ganz erstaunt, ob dies sein Vincent ist und wo denn der dicke Bauch von Mama jetzt ist. Mein Ehemann hat eine Jause vorbereitet und anschließend haben wir noch fest weiter gekuschelt und alles auf uns wirken lassen.

Eine geplante Hausgeburt endete in einer ungeplanten Alleingeburt.

Es war eine unglaubliche Erfahrung, unser Schatz kam entspannt in positiver Atmosphäre auf die Welt. Ich habe ihn mit meinen Händen empfangen. Ich hatte keine Geburtsverletzung, der Wochenfluss war minimal, denn der Körper konnte nach seinem Rhythmus und Tempo arbeiten, es wurde nicht eingegriffen und interveniert. Ich fühlte mich nach der Geburt so voller Vertrauen. Es war unser Weg.

Stillen / Langzeit-, Tandemstillen

Ich bin wie ich bin – und das ist gut so.

Wenn es um das Thema STILLEN geht, soll jeder selbst entscheiden, welcher Weg der Richtige ist. Bei uns hat es sich so ergeben, dass ich nun seit mehr als 6 Jahren stille.

Mit der Geburt unseres ersten Sohnes Quirin 2014 begann die Stillzeit. Die Dauer unserer Stillzeit wollte ich dem Kleinen überlassen. Ich war davon überzeugt, dass er keine Muttermilch mehr benötigt, wenn er körperlich und emotional soweit war.

Ich bin so unendlich dankbar, dass es von Anfang an, so gut geklappt hat. Je länger unsere Stillbeziehung dauerte, desto bewusster wurde mir, wie wichtig Muttermilch ist. Es ist so viel mehr als nur Nahrungsaufnahme. Es bedeutet Zuneigung, Kuscheln, Bindung/Nähe und noch einiges mehr. War er krank oder am Zahnen, die Muttermilch war die beste Hilfe.

Es gab natürlich auch Höhen und Tiefen, Momente, an denen ich nicht mehr wollte. Wenn eine komplett neue Situation auf Quirin zukam, war er gefühlt ständig an der Brust. Es war sehr anstrengend, doch ich fühlte, dass es sich lohnen würde. Es war auch für meinen Ehemann nicht immer leicht, dass ich so lange stille. Doch mein Gefühl sagte mir, dass unser kleiner Schatz es noch braucht und so beschloss ich, mich nicht mehr stressen zu lassen. Ich ließ es auf uns zukommen.

Mit ca. 3 Jahren trank Quirin nur noch am Abend vor dem Einschlafen und manchmal morgens. 

Ich stillte auch in der Schwangerschaft weiter. Die Milchmenge ging vermutlich zurück und das Trinken war aufgrund schmerzender Brustwarzen nur an der rechten Seite möglich. Quirin war auch damit glücklich.

Nach der Geburt unseres 2. Sohnes stillte ich beide (Tandemstillen). Quirin wollte die ersten Tage auch wieder vermehrt an die Brust, dies legte sich aber nach ein paar Tagen wieder. Ich hatte plötzlich das Gefühl, dass es jetzt Zeit ist Quirin abzustillen. Mein Ehemann überzeugte mich, dass ich warten soll, denn wenn ich Quirin plötzlich die Muttermilch verweigere, könnte es zu Eifersuchtsszenen kommen. Ich beschloss weiterhin beide zu stillen und erklärte Quirin, dass genug für beide da ist. Es hat wenige Wochen gedauert und dann erklärte mir Quirin mit ca. 3,5 Jahren, dass er jetzt ein großer Junge ist und keine “Mama- bzw. Papa-Muh” mehr braucht. Ab und an wollte Quirin wieder ein Schlückchen probieren, doch es klappte nicht mehr. Er sagte dann immer, dass Vincent alles leer getrunken hat. Ich bin davon überzeugt, dass das Tandemstillen nicht nur zwischen mir und den Kindern, sondern auch zwischen den beiden die Nähe und Verbundenheit verstärkt hat. 

Wenn ich heute über die lange Stillbeziehung nachdenke, bin ich glücklich, dass wir diesen Weg gewählt haben.

Vincent ist jetzt 3,5 Jahre alt, er isst am Tisch und wird noch gestillt.

Während ich diesen Zeilen schrieb, dachte ich darüber nach, was macht das Stillen aus mir bzw. mit mir. Stillen ist nicht nur für unsere Kinder wichtig, nein, es gibt auch mir neue Kraft in einem turbulenten Tag inneren Frieden und Ruhe zu finden. Ich darf in diesem Moment der Verbundenheit und Liebe STILL halten, entspannen, atmen und mich mit der Urquelle verbinden. Ich genieße dieses Gefühl von Liebe und Vollkommenheit. STILLEN die KRAFTQUELLE für Mama und Kind.

Ich habe nach diesem Bericht eine Meditation für stillende Mamas geschrieben, denn Stillen ist so viel mehr. Gönn dir deine tägliche Entspannung im Alltag mit Baby. Die Meditation „STILLEN, unsere KRAFTQUELLE für inneren Frieden und Ruhe “ erhältst du im Kurs das Kaiser Prinzip.

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